Rückkehrer

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    • Der erste unumstößliche Eindruck der sagt, zuhause angekommen ist häufig ein bestimmter Geruch. Etwas Vertrautes, etwas Angenehmes, etwas das willkommen heißt.
      Der Geruch tausender ungewaschener Leiber von dutzenden Spezies, die in der Sonne schwitzen, die beissende Note vom jeglichen anderen Ausscheidungen, der feine herumgewirbelte Staub, und ein Hauch von hunderten Gewürzen, Backwaren, Fisch, Seetang, Blut, Angst und Lebensfreude.
      Als die geballte Wucht all dessen seine Nase umgarnte nachdem Fennek den Laden der Madame Yiji verließ, ließ dies seine Schritte federn, und sein immer währendes Lächeln wurde noch eine Spur wärmer.
      Er schlenderte über den Markt, an bekannten und neuen Ständen vorbei. Nichts und alles schien sich verändert zu haben. So wie jeden Tag.
      Als er an der Auslage frischer Früchte des Trolls Mraca vorbei ging, lächelte er ihm freundlich zu. Er war sich sicher, dass der Troll die vor Jahren ausgestoßene Drohung längst vergessen hatte, ihm die Arme auszureißen, sollte er ihn je wieder dabei erwischen etwas von seinem Stand zu stehlen.
      Fennek hatte es nicht vergessen.
      Er biss herzhaft in den Pfirsich, der sich plötzlich in seiner Hand befand, und hob diese grüßend, als der stumme Fischer ihn mit seinen niemals blinzenden Augen anstarre.
      Fennek war sich sicher, er hatte ihn nicht vergessen. Allerdings war dies reine Spekulation. Niemand wurde aus diesen stetig finster starrenden toten Fischaugen schlau. Dahinter konnte sich alles verbergen.
      Ein Zupfen an seinem Hosenbein ließ ihn stehen bleiben.
      Spreu, ein kleines vierjähriges Mädchen blickte freudestrahlend zu ihm hoch, die Finger noch immer in sein Hosenbein krallend.
      Fennek! Da bift du ja wieder!“ sie lispelte, offenbar hatte sie in seiner Abwesenheit ihren linken Schneidezahn verloren. Und offenbar war sie recht stolz darauf, denn sie zeigte das lückenhafte Grinsen ohne Scheu.
      „Hey Spreu. Na? Hast du dich geschlagen?“
      „Neee! Ich werde jetzt erwachsen!“
      „Oha! Und wofür soll das gut sein?“
      „Na für...für...hä?“
      Er lachte als er ihr verwirrtes Gesicht sah und reichte ihr den Pfirsich. „Hier, für dich. Ist hier irgendetwas passiert, von dem ich wissen sollte?“
      „Neee.“ Spreu grabschte die Frucht aus seiner Hand und biss herzhaft hinein. „Aba du folft fofort fu Heufrecke kommen. Er ift in der Feekuh glaub ich.“ Sie kratzte sich mit der freien Hand an der Nase und strich sich durch die verfilzten Haare.
      „Hervorragend! Kommst du mit? Ich geh sofort hin.“
      „Neee! Ich muf noch drei Neuigkeiten herauffinden, fonft kiech ich heute abend doch nix zu essen!“
      Er lächelte. „Noch zwei Neuigkeiten.“ Er hob den Zeigefinger. „Ich bin wieder in Altinova.“
      Spreu blickte ihn erst verwirrt an, dann strahlte sie verstehend“ Ftimmt!“
      Fennek fuhr ihr sacht mit den Fingern durch die Haare und marschierte Richtung Hafen.
      Ein leises Knacken von Fruchtfleisch war hinter ihm zu hören.
      „FEIFFE!“ fluchte das Mädchen ärgerlich.
      Als er sich umdrehte hatte sie den zweiten Schneidezahn in ihren kleinen Fingern.
      Ein schallendes Lachen hallte zur Antwort über den Markt.

      Die Seekuh war eine Hafenspelunke. Jedes Klischee erfüllend, roch es hier fast so sehr nach Zuhause wie auf dem Markt. Um diese Zeit war die Gaststätte bis auf einige unter, und auf den Tischen schlafende Seemänner, Fischer und einer Gruppe Jugendlicher leer. Speer, Mona, der Daumen und Heuschrecke lümmelten mit überschlagenen Beinen auf einigen Kisten und Fässern in einer abgelegenen Ecke.
      Mona erblickte Fennek als Erste.
      „Ja leck mich am Arsch! Fennek! Du lebst ja doch noch!“ Sie sprang auf und lief ihm grinsend entgegen.
      Als er sie Freude strahlend mit ausgebreiteten Armen empfangen wollte, holte sie aus.
      Lachend wich er ihrer Faust im letzten Moment aus, und trieb ihr das Knie in den Magen.
      Speer begannt schallend zu lachen, als sie würgend vor Fennek mit den Knien auf den dreckigen Dielen aufschlug und nach Luft schnappte.
      „Hey da!“ wandte sich Fennek gut gelaunt an den Rest, als er ungerührt an ihr vorbeischritt. „Ihr habt mich vermisst nicht wahr?“
      „Und wie!“ ereiferte sich der Daumen. „Hieß du wärst im Hafenbecken ersoffen.“
      „Ja.“ knurrte Heuschrecke. „Scheiße, hast uns nen gehörigen Schrecken eingejagt, als du so plötzlich weg warst.“
      Fennek verschränkte die Arme und runzelte die Stirn. „Ach? Ich war plötzlich weg? Wenn ich mich recht erinnere habe ich Sperling und Fizz bescheit gegeben. Ist das nicht bis zu euch durchgedrungen?“
      „Ne.“ keuchte Mona, und zog sich langsam an einer Tischkante wieder auf die Beine.
      „Aber es ist trotzdem schön dich wiederzusehen. Tu das nie wieder klar?“
      „Was genau meinst du denn jetzt“ Fennek blickte sich belustigt glucksend zu ihr um.
      Sie hob ihren Mittelfinger. „Fick dich Arschloch!“
      Speer beugte sich zu Fennek und flüsterte ihm, von allen anderen deutlich hörbar ins Ohr. „Sie wollte sagen, fick mich.“ Er lehte sich wieder zurück und nickte um seine Worte zu bekräftigen.
      Monas Blick traf ihn, und ließ ihn zwei Schritte zurückstolpern.
      „Fall tot um du Arschkriecher!“
      „He Leute, haltet mal kurz die Schnautze.“ Heuschrecke blickte zu Fennek. „Uharu hat durchsickern lassen, solltest du entgegen den Gerüchten wieder hier auftauchen, sollen wir dich zu ihm bringen.“
      „Uharu? Ah. Ich ahne worum es geht. Gibt es Schwierigkeiten mit der Propaganda für den Gladiator, oder hat der Schmied seine Rechnung immer noch nicht bezahlt?“ Fennek legte den Kopf schräg.
      „Na was weiß ich denn? Bin ich Bote? Nein? Also stell deine Frage gefälligst Uharu. Und tu es gleich, du weißt, wie ungern er wartet.“
      Fennek ließ einen Eckzahn aufblitzen. „Uuuuh. Jetzt bekomme ich aber Angst. Wo kann ich Uharu denn wohl finden?“
      „Speer bringt dich hin.“ Heuschrecke blickte zu Mona, und grinste wie ein Wiesel. „Und Mona wird sicher auch mitgehen wollen.“
      „Oh. Da fällt mir ein, ich sollte Ben noch die Kette geben!“ der Daumen schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn. „Da der gerade bei Uharu sein sollte komme ich auch mit.“
      Heuschrecke verdrehte die Augen und seufzte genervt.
      „Gut. Gehen wir halt alle. Gehen wir jetzt!“

      Der Weg führte durch die schmalen, im immerwährenden Schatten liegenden Gassen des Armenviertels. Ihr gemeinsames Zentrum, wenn es um den Begriff eines wirklichen Zuhauses ging.
      „Und? Hat sich Exi von seinem Dünnschiss erholt?“ erkundigte sich Fennek.
      Mona lachte. „Oh, wie man es nimmt. Wenn er den Mund geschloßen hällt, dann ja.“
      „Wie ist ein solcher Vollidiot überhaupt ein Auge im Händlerviertel geworden?“ erkundigte sich Speer mit gerunzelter Stirn.“
      „Oh, Vertu dich nicht,“ Fennek lächelte wissend „das ist alles Tar...“
      Weiter kam er nicht. Ein beißender Schmerz fraß sich in seine Nieren. Er wirbelte herum, und sah, wie der Daumen langsam einen Dolch sinken ließ.
      Heuschrecke lächelte. „Du hättest tot bleiben sollen Fennek. Hätte sicher weniger weh getan.“
      Auch Mona grinste zufrieden. „Macht sich nicht gut, wenn plötzlich Tote in der Stadt herumlaufen oder? Untergräbt die Glaubwürdigkeit.“
      Fennek presste seine Hand auf den Einstich. Es blutete wie zu erwarten ziemlich stark. Leicht schwankend trat er zwei Schritte zurück.
      „Nana, wo willst du denn wohl hin hm?“ Daumen ging langsam auf ihn zu. „Wir sind doch noch gar nicht fertig!“

      Wenige Wochen waren vergangen seit er die Stadt verlassen hatte. Doch in einer Stadt wie Altinova füllten sich verlassene Posten so schnell wieder wie eine Pfütze am Kai bei starkem Seegang. Irgendjemand war nachgerück. Irgendjemand hatte ihn für tot erklärt. Irgendjemand hatte recht schnell deutlich gemacht, dass es ein Vorteil wäre, wenn er Fennek, sollte er wieder auftauchen schnell beseitigt.
      Scheiß Stadt.
      Speer kam in die Gasse gelaufen. „Verdammt! Die Jungs der Stahlhferse! Beeilt euch! Weg hier!“
      Mit wut verzerrtem Gesicht starrte Heuschrecke auf Fennek, der bereits auf den trockenen Lehmboden der Gasse gesunken war.
      „Lass mich das hier noch...“
      Doch der unverkennbare einzigartige Klang von einem dutzend schwerer Stiefel, die im absoluten Einklang auf dem Boden stapften, ließ ihn innehalten.
      Schweiß sammelte sich auf Heuschreckes Stirn, als der marschierende Klang nur noch wenige Meter von der Gasse entfernt sein konnte.
      „HILFE!“ stieß Fennek aus, und grinste Heuschrecke dabei gewinnend an. Die Welt drehte sich bereits sehr schnell um ihn und bekam einen weißen Schleier. Kein gutes Zeichen. So viel Blut....
      „Scheiße....weg hier!“
      Die Beine der vier waren alles, was die Gardisten noch am anderen Ende der Gasse zu sehen bekamen.
      „Halt!“ schrie jemand und hob die Hand. Wie ein Mann blieb die gesamte Gruppe stehen.
      Fennek musste trotz seine Situation schmunzeln. Solche Disziplin war in Altinova einzigartig. Stahlferses Männer. Eindeutig. Rechtschaffen, pflichtbewusst, hilfsbereit, gnadenlos.
      „Ich wurde angegriffen.“ seine Stimme klang bereits recht dünn und er wagte es nicht aufzustehen oder die Hand von der Wunde zu nehmen. Ihm war schwindelig und übel.
      „Ich brauche Hilfe, bringt mich....“
      „Du und du. Bringt ihn zu einem Heiler. Danach erstattet ihr dem Hauptmann Bericht. Der Rest, mir nach. Wer sie zu fassen bekommt, bekommt heute doppelten Sold.“
      Fennek strahlte innerlich. Sie würden sie nicht zu fassen bekommen, aber irgendjemand würde dafür leiden. So sehr leiden.... Er liebte diese Stadt, und die Stadt liebte ihn.
      „Truppführer!“ Einer der Wachleute zog ein Pergament hervor und entrollte es.
      „Seht mal. Das ist er!“
      Der Truppführer beugte sich über das Blatt und musterte es einen Moment.
      „Tatsächlich. Hm.... tot oder lebendig....nun gut.“
      Fenneks Grinsen blieb standhaft. Doch sein Auge zuckte kruz.
      Scheiß Stadt....

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    • Drax konnte es nicht leiden zu seinem Vorgesetzten gerufen zu werden. Dieses ständige stramm stehen, salutieren und genau auf seine Worte achten zu müssen war einfach zum kotzen.
      Wie um sich gegen all die Unannehmlichkeiten wappnen zu wollen, zog der Ork nocheinmal geräuschvoll die Nase hoch, ehe er die Tür zur Schreibstube öffnete.
      Er trat ein, schloß leise die Tür, näherte sich dem Schreibtisch bis auf einen Meter und nahm Haltung an. Warten. Das war wichtig.
      Der Mann auf der anderen Seite des Tisches, schrieb den Satz zuende, strich die Feder sauber, stellte diese in den Messinghalter und blickte dem Ork in die Augen.
      „Berichte.“
      Drax mußte sich räuspern. Er hasste sich dafür. So einen Mist machte man doch blos weil man nervös war. Und wieso war er nervös? Der Penner hatte ja noch nicht einmal eine Waffe in Griffweite.
      „Der bestellte Heiler sagt, der Junge sei über den Berg. Vor einer Weile ist er aufgewacht. Er verweigert jegliche Aussage, und erwidert jede Frage die man ihm stellt mit Unverschämtheiten.“
      „Gut.“ der Mann hinter dem Schreibtisch faltete die Finger ineinander.
      Diese leise Stimme ging Drax fast so sehr auf die Eier wie die Tatsache, dass der Kerl ständig so wirkte, als hätte man schon wieder etwas Falsches getan. Gut. Gut. Was gut? Was sollte er denn jetzt mit diesem „Gut“ anfangen? Sollte er fortfahren? Sollte er gehen? Sollte er warten?
      Drax entschied sich einfach nur mit den Zähnen zu knirschen. Leise.
      „Ist alles wie geplant vorbereitet?“
      „Ja sicher, aber wir...“
      „Dann beginne mit der Umsetzung.“
      „Ähm...“
      Die Brauen des Mannes zogen sich ein klein wenig zusammen.
      Drax mußte schlucken.
      „Werde ich!“
      Wie von selbst salutierte er, und sein Blick schnellte über den Kopf seines Gegenübers hinweg an die Wand.
      „Du bist ab sofort für den Erfolg dieser Angelegenheit verantwortlich. Sei dir über die Konsequenzen im Klaren. Die einen, wie die anderen.
      Fühlst du dich der Aufgabe gewachsen?“
      Der Ork biss sich auf die Innenseite der Wange. Ein Wort und er könnte den Mist hinter sich lassen.
      Ein Wort und seine Karriere wäre am Ende angelangt.
      Wäre das so schlimm? Es ging ihm doch gut.
      Wenn er das verbockte, wäre er geliefert.
      Andererseits, wenn er mit einem Erfolgsbericht zurückkehren würde.....
      „Ich werde alles in die Wege leiten!“
      Der Mann nickte knapp und griff nach seiner Feder.

      Fennek starrte gelangweilt unter die Decke. Schöne Decke. Für Altinova. Sauber, weiß, glatt verputzt. So wie das ganze Zimmer.
      Es war so entsetztlich langweilig.
      Aber da war nichts zu machen. Die Beine waren noch immer so weich wie Jarus Fleischbrei nach einem Regenguss. Jedes mal wenn er aufstand wurde ihm schwindelig, und ja, die Wunde tat wirklich weh.
      Er seufzte lautstark. Nicht die Wunde würde ihn umbringen, sondern dieses langweilige Zimmer!
      Die Tür öffnete sich und Khom trat ein. Eine junge Halbbestie. Er war ein ausgezeichneter Heiler und Trankmischer. Und wie es der Zufall wollte, kannten sie sich bereits seit sie Däumlinge waren.
      Fennek hätte beinahe lachen müssen, als die Gardisten ausgerechnet ihn herbestellt hatten, um sich um den Messerstich zu kümmern.
      „Hallo Fennek. Na? Was macht der Schwindel?“
      Khom trat an die Liege heran und stellte einen Obstkorb ab.
      „Ich schwindel nie... Khom Kumpel, du musst mich retten. Noch drei Stunden hier drin und du kannst mir eine Grube schaufeln.“
      „Red keinen Mist, hier ist es wenigstens sauber, niemand kommt an dich heran, um zuende zu bringen, was er begonnen hat und....“
      „...und wenn ich wieder auf den Beinen bin, ist da immer noch diese Steckbrief Geschichte. Konntest du herausfinden, wer diese Belohnung ausgesetzt hat?“
      „Nein. Offenbar wurden diese Gesuche nur an bestimmte Personen weitergegeben.“
      „Und weisst du was das hier jetzt werden soll?“
      „Jetzt leg dich erstmal wieder hin.“ Khom drückte Fennek wieder auf den Rücken.
      „Und nein, ich habe absolut keine Ahnung was deine Wohltäter hier vorhaben. Und nein, ich werde mich nicht danach erkundigen. Ich tue hier meine Arbeit, bekomme den Lohn, im übrigen eine wirklich anständige Menge Silber, und halte mich aus allem raus, was nach Ärger riecht.“
      Fennek blickte mit entsetzter Miene zu der Halbbestie auf.
      „Khom! Du lässt mich hier im Stich? Nach allem was wir zusammen durchgemacht haben?“
      Khom blickte mit erhobener Braue zu Fennek hinunter und grunste belustigt.
      „Und was soll das denn wohl alles sein?“
      „Na zum Beispiel...das... du weißt schon! Das kannst du doch nicht vergessen haben?!“
      „Und warum nicht? Hast du ja offenbar auch.“ Khom schmunzelte und beugte sich vor.
      „Hör zu, Tian wird sich ab sofort um diesen Teil der Kaserne kümmern. Er ist hier Kämmerer. Ich bin mir sicher, ihr werdet euch einig hm?“ er zwinkerte und richtete sich wieder auf.
      „Mistel? Ehrlich? Der Sausack hier? Scheiße er hat ja was aus sich gemacht!“
      „Ich lasse dir diese drei Tränke da. So wie ich sie aufgestellt habe je einen Schluck Morgens, Mittags und Abends. Eine Woche lang. Dann sollte die Wunde nicht mehr aufbrechen, und sich nicht entzünden. Es versteht sich von selbst, dass du dich schonen, und die ganze Angelegenheit hier ruhig angehen solltest.“ er seufzte „Aber das könnte ich auch Horks Papagei raten, und er würde es eher befolgen als du.“
      „Hey! Das... Khom, das Zimmer bringt mich um! Und dann wäre all deine Arbeit umsonst gewesen!“
      „Nö. Ich wurde bereits bezahlt.“ er lachte. „Mach also was du willst, mein Gewissen ist rein.“
      Die Halbbestie wandte sich wieder der Tür zu.
      „Danke. Hast was gut!“
      „Ja? Dann sieh zu, dass du lange genug am leben bleibst, dass ich auch etwas davon habe!“
      Er schloß die Tür hinter sich.

      „Hey Fennek. Fennek, wach auf!“
      Etwas rüttelte an seiner Schulter. Als er die Augen aufschlug und sich orientierte, stellte er fest, er war noch immer in diesem verdammten Zimmer. Es war dunkel geworden. Ein Gesicht war über ihm, doch in dem schlechten Licht konnte er nicht erkennen wer es war.
      „Mistel?“
      „Tian. Hier zumindestens. Los steht auf, wir müssen uns beeilen!“ Tian schob seinen Arm unter seine Schulter und zog ihn hoch.
      „Ho, langsam langsam! Ich bin schwer verletzt und tot krank! Ausserdem habe ich doch noch gar nicht meinem Gastgeber danken können. Und ein Hallo, lange nicht gesehen, wäre doch sicher auch nicht unangebracht oder?“
      „Alter, hör auf rumzubrabbeln, und komm in die Hufe, wir haben nur ein sehr schmales Zeitfenster. Fragen kann ich dir hinterher beantworten.“
      „Haben wir wenigstens Zeit, dass du mir sagst, wo es hingeht?“
      „Ich bring dich hier raus. Und dann direkt zu Uharu. Khoms Tränke habe ich eingepackt. Los jetzt.“
      „Uharu hm?“ Fennek stellte sich langsam auf die Beine. Noch ein wenig wackelig. Und beim ersten Schritt stach ihn ein scharfer Schmerz in die Nierengegend.
      „Uh. Das wird witzig...“ er legte die Hand auf den Verband und verzog das Gesicht.
      „Lach nicht zu laut. Ich wäre dir dankbar, wenn man uns weder sehen noch hören würde.“
      „Zu Befehl Chef.“
      Tian zog Fenneks linken Arm um seine Schulter und stützte ihn.
      Sie traten durch die Tür. Es waren keine Wachen in Sicht. Tian spähte das hinter der Tür liegende Atrium entlang. Vom Erdgeschoß her hörte man Stimmen, und das Klirren von Rüstungsteilen.
      „Mist, sie sind schneller zurück, als erwartet. Los beeil dich.“
      Hastig zog der Kämmerer Fennek den Gang hinunter, öffnete eine andere Tür und schlüpfte hinein.
      Er ließ Fennek einen Moment alleine stehen, und trat an einen Wandteppich, schob ihn beiseite und enttarnte einen dahinterliegenden schmalen dunklen Treppenlauf.
      „Kein Licht. Schaffst du das ohne zu stolpern?“
      Fennek schnaubte. „Können Orks kotzen?“
      „Ähm...keine Ahnung können sie?“

      Es dauerte eine Weile bis sie es ungesehen durch das gehobene Viertel zu Uharus Unterschlupf im südlichen Armenviertel geschafft hatten.
      Durch den Keller eines baufälligen Hauses ging es baufällige Korridore längst vergessener Katakomben entlang. Die langsam zu Staub zerfallenden Skelette verstaubten unangetastet vor sich hin.
      Schließlich streifte der Geruch von Weihrauch und anderen verbrannten Kräutern Fennek Nase.
      Uharu konnte nicht mehr weit sein.
      Die beiden traten schließlich in einen mit Fackeln und Kerzen erleuchteten Raum, der schier überquoll von zeremoniellem Schnickschnack. Uharu liebte und lebte diesen Tinnef.
      In der Mitte des Raumes stand eine etwa zwei Meter hohe Holzikone. Grob geschnitzt, das Gesicht einem Totenschädel gleich, starrte sie mit riesigen glotzenden Augen und herausgestreckter Zunge die Eintretenden an. Rauch umhüllte sie, und der Fackelschein tat sein übriges, um einen höchst unwillkommenen Eindruck zu hinterlassen. Davor hockte Uharu. Ein riesiger schwarzer Mensch. Bunte Farben waren in Mustern überall auf seine Haut gezeichnet. Ausser einem ebenso farbenfrohen Lendenschurz, sowie Armreifen und Ketten mit klappernden Knochen und Holzfetischen trug er diese enorm großen runden Ohringe.
      „Ah Mistel. Bringst du mir den kleinen Fuchs.“ seine Stimme klang träge und langsam drehte er sich zu den Beiden um.
      „Ja, aber ich sollte schnell wieder zurück, ehe mein Verschwinden auffällt.“
      „Ja. Geh, geh. Deine Aufgabe ist erfüllt.“ Mit einer fortscheuchenden Geste winkte er Tian, die Augen dabei nicht von Fennek abwendend.
      Tian verneigte sich kurz, und zog sich rückwärts gehend in die Katakomben zurück. Er hatte es dabei recht eilig.
      Uharus Zeigefinger dohrte sich in Fenneks Richtung. „Du schwebst in großer Gefahr kleiner Fuchs.“
      Fennek lächelte und suchte sich einen einigermassen freien Platz, wischte mit einer groben Armbewegung die verteilten Kerzen und Figuren beiseite und setzt sich langsam.
      „Na wenn du auch in unbelüfteten Räumen Feuer anzündest, und mich dann herbringen lässt..“
      „Dieser Ort ist sicher für dich.“
      „Oh, dass hat Khom auch über die Residenz von Stahlferse gesagt, bei dem ich zu Gast war.“
      „Ja. Es war nicht einfach dich ausfindig zu machen, nachdem Spreu berichtete, dass du wieder in der Stadt bist.“
      „Ach nein? Dann hat Heuschrecke und seine Bande nicht gesagt, dass sie gepatzt , und Stahlferses Männer mich erwischt haben?“
      „Heuschrecke sagst du? Er ist tot. Wurde aufgeschlitzt in der Mondgasse gefunden. Mit ihm Speer, Mona und dem Daumen. Die selbe Klinge. Präzise. Keine unnötigen Schnitte oder Verletzungen.“
      „Warst sauer auf sie hm?“
      Uharu hob beschwichtigend die Hände. „Wisse, dass ich damit nichts zu tun habe. Als du verschwunden warst, habe ich nach dir suchen lassen. Doch du warst fort. Ohne ein Wort.“
      „Nein war ich nicht. Sperling und Fizz sollten bescheid geben.“
      „Sperling und Fizz? Sie kamen nicht zu mir. Ich werde nach ihnen schicken lassen.“
      Fennek tippte sich überlegend mit dem Zeigefinger auf die Lippen.
      „Hm... Angenommen, du sagst die Wahrheit und hast wirklich nichts damit zu tun, was ich nicht glaube; aber spinnen wir den Gedanken dennoch weiter, wer ist in meiner Abwesenheit für Sperling und Fizz verantwortlich gewesen?“
      „Ich.“
      „Dann finde heraus mit wem die beiden derweil verkehren. Ich will mindestens fünf Namen.“
      Uharu blicke zu Fennek. Seine riesigen weißen Augen stachen aus dem dunklen Gesicht hervor als wären sie so groß wie Hühnereier.
      „Du forderst nicht in meinen Hallen kleiner Fuchs.“
      „Nein? Dann muss ich mich nocheinmal wiederholen?“ Fennek schenke ihm ein zuckersüßes Lächeln.
      „Jemand ist auf die Idee gekommen mich erstechen zu lassen. Und dann bringt auch noch jemand diejenigen um, die eben das versucht haben. Und dann erfahre ich, dass es da Steckbriefe von mir gibt. Nicht offiziell, sondern lediglich an bestimmte Personen verteilt.
      Ehrlich Uharu, dass drück ein wenig auf meine gute Laune. Und jetzt kommst du mir auch noch doof?“ Fennek schüttelte den Kopf.
      „Fangen wir nocheinmal von vorn an.“
      Er zählte an den Fingern ab. „Fünf Namen zu Sperling und Fizz. Die Namen derer, die diese Steckbriefe bekommen haben. Die Tinte und das Pergament dieser Steckbriefe, ich will wissen, wer sie geschrieben hat. Oh, und ich will mehr über Stahlferse wissen. Irgendwo schulde ich dem Kerl etwas. Kann ihm aber schlecht danke sagen, wenn ich nicht weiß wer er ist.“
      „Du verlangs viel, und bietest wenig.“
      Fennek biss sich kurz in die Oberlippe und nickte ernst. „Stimmt.“
      Dann stand er langsam auf und ging Richtung Katakomben.
      „Du solltest nicht weit fortgehen. Nicht bis die Fragen eine Antwort gefunden haben, und deine Wund verheilt ist.“
      „Hör mal Uharu. Geh du mir nicht auch noch damit auf die Nerven. In ein paar Tagen ist dieser Arenakampf, und absolut niemand wird mich davon abhalten, dort hinzugehen.“
      „Ist der Kampf dir wichtiger als dein Leben?“
      Fennek lachte. „Nein, aber Gegus Leguanspieße die er dort verkauft sind es in jedem Fall!“
    • Fizz blickte sich nervös über die Schulter. Seine riesigen Ohren stellten sich leicht auf, doch der Goblin hatte sich geirrt. Da war niemand. Wie auch? Diese Gasse war eine Sackgasse.
      Sein Blick wandte sich wieder dem kleinen Straßenjungen vor ihm zu. Es war zu gefährlich geworden seine Freunde und Bekannten selbst zu besuchen. Nicht nur für ihn, sondern auch für sie.
      Er vermisste sie. Doch als er die Aufforderung vor einigen Wochen bekommen hatte die Stadt zu verlassen, wußte er einfach nicht wohin er gehen sollte. Altinova war seine Heimat. Er hatte sein gesamtes Leben hier verbracht. Und dann plötzlich ein Stück Papier auf dem geschrieben stand, dass er ohne mit jemandem Kontakt aufzunehmen verschwinden sollte. Er wusste, dass er eines Tages wegen seiner Tätigkeit in Schwierigkeiten geraten würde. Aber so?
      „Also, du weißt, wem du diese Nachricht bringen sollst?“ er hielt dem Jungen vor sich einen Zettel hin. Eine Nachricht an seine Verwandten.
      FENNEK!“ schrie der Junge mit einem Mal auf.
      Fizz rutschte das Herz in die Hose. Nein. Dem ganz sicher nicht, dachte er bei sich. Doch als er sah, dass der Junge an ihm vorbeiblickte, strahlend wie ein Honigkuchenpferd, verschwand auch das letzte Bischen Grün aus seinem Gesicht.
      „Hey Biren! Na? Wie geht es dir? Du solltest dich besser nicht mit solchen Harlunken wie Fizz herumtreiben.“ Der Klang der Stimme kam von einer mehrere Meter erhöhten Position hinter ihm. Hatte er wirklich ein Fenster übersehen? Oder stand der Kerl direkt auf dem Dach? Er wagte es nicht sich umzudrehen.
      „Fizz ist in Ordnung Fennek. Er will blos das...“
      „Sssssch!“ der Goblin hob mit weit aufgerissenen Augen den Zeigefinger an die Lippen.
      „Oh. Tut mir leid. Das darf ich ja nicht verraten.“
      „Dann solltest du es auch nicht tun Biren. Wenn man sich nicht auf deine Diskretion verlassen kann, bist du wertlos. Und glaube mir, es ist nicht gut wertlos zu sein.“ Zwei Füsse trafen mit einem dumpfen Laut auf den trockenen Lehm der Gasse auf. Fizz konnte die Schritte hören die sich ihm näherten.
      „Ok. Werd ich mir merken!“ gab Biren noch immer freudestrahlend zurück.
      „Biren, tu mir doch einen Gefallen. Sage Spreu, dass sie Uharu informieren soll, dass ich ihn in Kürze aufsuchen werde. Wärst du so gut?“
      „Na klar! Bin gleich wieder da! Sie ist doch um diese Zeit auf dem Markt oder?“
      „Ja, ist sie.“
      Lass mich nicht mit ihm allein, lass mich nicht mit ihm allein. Rezitierte der Gobblin derweil in Gedanken. Doch es half nichts. Biren nahm die Beine in die Hand, und rannte los, als wolle er einen neuen Rekord aufstellen.
      Zwei Stiefel kamen in sein Blickfeld. Doch er wollte nicht aufsehen. Vieleicht, wenn er lange genug ausharrte, würde er aufwachen, und alles war lediglich ein schlechter Traum.
      „Mensch, Fizz, weisst du eigentlich wie schwierig es ist dich zu finden? Ich soll dir schöne Grüße von Japis ausrichten, und stell dir vor, da finde ich dich einfach nicht!“
      „Wie....wie hast du mich gefunden?“
      „Na wie wohl? Die Schwester der Freundin von Xafes hat Zeges gesagt, dass Marl von der Wache gewusst haben will, dass Caphred gehört hat, wie Latris meinte, dass Oleph eine Ahnung hätte wer mir sagen könnte wo du steckst. Und du wirst lachen, sie hatte Recht!“
      „Ich...ich kann dir alles erklären...“
      „Dachte ich mir, doch zuerst, schöne Grüße von Japis!“
      Fizz konnte die gute Laune des Jungen förmlich spüren. Warum nur machte ihm dieser Tonfall mehr Angst, als hätte er ihm eine glühende Messerspitze direkt vor sein Auge gehalten.
      „Danke.“ hauchte der Goblin.
      „Oh Fizz, komm schon. Nun sieh mich wenigstens an! Da unten auf dem Boden ist absolut nichts, was deine Aufmerksamkeit wert ist.“
      Der Goblin atmete tief ein, knetete seine Hände, nahm allen Mut zusammen und blickte auf, in ein warm lächelndes Gesicht.
      „Na bitte! Geht doch. Also. Erzähl.“ Fennek nickte höflich auffordernd.
      „Ähm, was genau...du meinst..?“
      „Jau. Mein ich. Was war denn los?“
      „Ich ähm... da war diese Nachricht. Auf einem kleinen Stück Papier weißt du? Darauf stand, dass es schlimme Konsequenzen für mich und meine Freunde haben würde, wenn ich nicht sofort aus Altinova verschwinden würde, und zwar bevor ich deine Abwesenheit und den Grund dafür Uharu oder irgendwem sonst mitteile.... Verstehst du? Was hätte ich denn tun sollen? Ich..“
      „Entspannt sich Fizz.“ der Junge legte ihm weich seine Hand auf die Schulter, und blickte ihn verständnisvoll an. In seiner Stimme lag nicht der Hauch von Falschheit.
      Fizz wurde schwindelig.
      „Mir ist klar, dass du nicht zu den Mutigsten gehörst. Diesen Zettel, hast du ihn noch, oder weisst du, wo ich ihn finden kann.“
      Der Goblin schüttelte den Kopf, und seine Ohren klatschten dabei leise an seine Wangen.
      „Nein. Ich habe ihn verbrannt, direkt nachdem ich ihn gelesen habe...“ seine Stimme wurde immer leiser, bis er befürchtete, Fennek hätte die letzten Worte nicht mehr gehört.
      „Aber wenn ich dir ein Schriftstück zeige, könntest du die Schrift wiedererkennen?“
      „Mag sein. Aber sie war aber nicht sonderlich markant.“
      „Das ist gut!“ Fennek schlug ihm freundschaftlich an den Oberarm. „Nächste Frage. Warum um alles in der Welt bist du noch in Altinova? Oder wieder. Ich muss gestehen, ich hab dich nicht für so standhaft....oder doof gehalten.“
      „Weil ich...ich wusste nicht wohin ich gehen sollte.“
      „Und du hast es geschafft, die ganze Zeit unentdeckt zu bleiben? Wirklich? Glaub ich dir nicht!“
      Fizz riss die Augen auf. Sein Herz begann nocheinmal deutlich schneller zu schlagen.
      „Ehrlich! Ich schwöre es dir! Nachdem ich die Nachricht zugesteckt bekommen hatte, verließ ich Altinova durch das Osttor. Aber ich bin in der Dunkelheit wieder hineingeschlichen. Ich kann dir die Stelle zeigen! Sie ist relativ unbekannt, und man muss klein sein um...“
      „Schon gut, schon gut. Jetzt flip nicht jedesmal gleich aus, wenn ich deine Aussage in Frage stelle. Wenn du gleich tot umfällst weil dein Herz nicht mehr mitspielt, kannst du mir schließlich keine Fragen mehr beantworten. Also. Die Frage sollte eigentlich klar sein, doch will ich sie wenigstens gestellt haben. Weißt du von wem die Nachricht stammt, oder wer sie dir zugesteckt hat?“
      Fizz schüttelte stumm den Kopf und blickt wieder zu Boden. Konnte der Junge nicht endlich eine Frage stellen, die er auch beantworten konnte?
      „Na schön. Was ist mit Sperling?“
      Fizz stöhnte. „Ich weiß nicht was aus Sperling geworden ist. Ich habe ihn nicht gesucht, ich habe nichts von ihm gehört, ich weiß nicht, ob er überhaupt noch in Altinova ist oder überlebt hat.“
      „Du hast dich hier wirklich ganz schön eingegraben hm? Pass auf. Ich habe eine Idee.
      Jeder kann mal einen Fehler machen. Auch du.“ der Junge legte seinen Zeigefinger unter sein Kinn und schob es hoch, sodass der Goblin ihm in die Augen sehen mußte.
      „Wichtig dabei ist, mach sie nicht zweimal. Wirst du nicht, weiß ich. Um das Ganze völlig zu vergessen, und ich meine wirklich vergessen, kein Wort, und kein Gedanke mehr darüber, tust du mir einen kleinen einfachen Gefallen. Finde heraus, was mit Sperling geschehen ist!“
      „Aber... ich bin ein Bote kein Auge!“
      „Oh komm schon Fizz. Du hast dich wie viele Wochen hier in der Stadt verkrochen, ohne das dich jemand hochgenommen hat, trotz Drohung? Ich weiß, dass du zu mehr in der Lage bist als einfache Botengänge zu erledigen. Willst du mir wirklich diese einfache Bitte ausschlagen?“
      „NEIN!“
      „Na bitte. Du hast drei Tage. Dann will ich den ersten Bericht.“ Fennek hob ihm drei aufrecht stehende Finger vor die Nase.
      „Drei Tage....natürlich.“
      Fennek strahlte ihn an, und selbst die Sonne wurde eifersüchtig.
      Ohne ein weiteres Wort, wandte der Junge sich ab und marschierte zum Ende der Gasse.
      Fizz traute sich wieder Atem zu holen.
      Als Fennek das Ende der Gasse erreichte lief Biren fast in ihn hinen. Völlig ausser Atem erzählte ihm der kleine Junge etwas. Fizz konnte es nicht hören. Seine Ohren rauschten noch. Er sah Fennek lächeln, und ihm die Haare stubbeln. Dann kniete er sich vor ihn, blickte ernst und hob drei Finger. Fizz musste schlucken und die Beine wurden ihm weich. Warum konnte der Kerl nicht drohen wie jeder andere auch?
      Fennek deutete auf ihn und Biren sah in seine Richtung. Als der Junge erkannte, dass der Goblin sie beobachtete, winkte er grinsend zurück und lief ausser Sicht.
      Fennek stand auf, blickte ebenfalls zurück zu Fizz und neigte lächelnd den Kopf, ehe er ging.
      Fizz wollte sich übergeben.

      Wirklich gut gelaunt schlenderte Fennek durch die staubigen Gassen. Er freute sich auf die drei Pfirsiche, die Biren für ihn, sich selbst und Fizz besorgte. Der Tag hatte das Potential wirklich gut zu werden. Doch noch stand das Treffen mit Uharu zwischen Gut und Ende.
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