Erijon Ceos

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  • Erijon Ceos (*271 in Heidel) ist das zweitgeborene Kind von Khaled Phineas (*238) und Xellesa (*251) aus der calpheonischen Adelsfamilie Ceos. Er ist der jüngere Bruder von Leyla Yrina Ceos (*270) und Enkel des scheidenden Grafen Phineas Gaius Ceos. Aktuell steht Erijon in der Erbfolge von Haus Ceos an zweiter Stelle und folgt damit auf den angehenden Grafen Mendred, einem legitimierten Bastard von Phineas.

    Relevante Informationen

    Name: Erijon Ceos
    Alter: 27.12.271
    Größe: 1,57 m
    Hautfarbe: blass
    Augenfarbe: grau
    Haarfarbe: schwarz
    Frisur: kurz geschnitten
    Statur: schlaksig
    Eltern: Khaled Phineas und Xellesa Ceos
    Geschwister: Leyla Yrina Ceos

    Erziehung und Ausbildung


    Bis die Legitimation von Graf Phineas‘ heimlichem Bastard Mendred Forchhold in 283 die Erbfolge von Haus Ceos neu regelte, galt Erijon als einziger noch in Frage kommender Kandidat, um das zukünftige Oberhaupt von Haus Ceos zu werden. Sein Vater Khaled musste seinen Grafentitel noch vor Erijons Geburt an seinen jüngeren Bruder Geoghram abgeben, als er ohne Einverständnis der Familie in 268 heimlich die bürgerliche Xellesa – Leylas und Erijons leibliche Mutter – ehelichte. Sein Onkel Geoghram wiederum kam 281 bei einem tragischen Wildunfall ums Leben und war kinderlos. Aus diesem Grund nahm sein Großvater Phineas intermediär wieder die familiären Zügel an sich, bis Erijon reif und weise genug sein würde, um als Graf die Führung über das Haus Ceos zu übernehmen.

    Seit Erijons Geburt scheute sein Vater Khaled keine Kosten und Mühen, um seinem Sohn die disziplinierteste Erziehung und akademisch hochwertigste Ausbildung zu ermöglichen, die eines exzellenten Grafen angemessen und würdig war. So studierte Erijon unter den renommiertesten männlichen Meistern und Lehrern aus Heidel, Calpheon und Valencia, die Khaled sich finanziell leisten konnte, und reifte zu einem vielversprechenden Grafen in spe heran.

    Als Khaled seine Kinder in 283 zur restlichen Familie nach Calpheon schickte, weil ihn seine geschäftlichen Belange zeitlich zu sehr vereinnahmten, überwachte fortan sein Großvater Phineas Erijons Erziehung und Ausbildung, während Leyla unter die Obhut von der eingeheirateten Tante Tsatsuka, Geoghrams junger Witwe, gestellt wurde.

    Charakter


    Erijon gilt als kluger und wissbegieriger Junge.

    Sucht man ihn im Anwesen von Haus Ceos, ist die mit Pergamentrollen, Büchern und Landkarten üppig bestückte Hausbibliothek die vielversprechendste Anlaufstelle. Denn auch abseits des regulären Lehrunterrichts geht Erijon gerne dorthin, um in alten historischen Schriften zu stöbern, auf dem Kartenmaterial weit entfernte Länder zu erkunden, die literarischen Ergüsse kreativer Dichter aufzusaugen und in wissenschaftlich fundierten Nachschlagewerken die Theorien, Analysen und Erkenntnisse der weisesten Denker dieser Welt zu studieren. Aus diesem Grund gilt er trotz seines jungen Alters als sehr gebildet und belesen. Generell ist er kein Kind, das oft bei ausgelassenem Spielen beobachtet wird. Es ist aber bekannt, dass Erijon gerne Schach spielt und am Cembalo musiziert, wenn er nicht lernt.

    Merklich seltener trifft man Erijon draußen auf dem Trainingsplatz an, wo er im Umgang mit Schwert, Schild und Bogen geschult wird. Zwar ist er sehr darum bemüht, seine eher durchschnittlichen Fertigkeiten weiter zu optimieren, doch laut seinem Kampflehrer mangele es ihm „zwar nicht an der notwendigen Motivation und Mühe, dafür aber an natürlichem Talent und Kampfinstinkt.“ Auch schränkt ihn sein chronisches Lungenleiden körperlich ein. Aus diesem Grund gilt er in der Familie mehr als Denker und weniger als Krieger.

    Charakterlich ist Erijon ein ruhiger, besonnener Junge, der sich eher zurückhält, als im Mittelpunkt zu stehen. Man darf aber nicht der fälschlichen Annahme verfallen, dass er schüchtern und introvertiert ist – er ist weder unsicher oder gar ängstlich im Umgang mit anderen Menschen, noch scheut er sich davor, seinen Standpunkt vehement zu verteidigen, wenn man ihm oder anderen Unrecht tut oder gar falsche Behauptungen aufstellt. Damit hat er sich den Ruf als „Korinthenkacker“ und „Klugscheißer“ (wörtliche Zitate seines Philosophielehrers) und „Hüter der Gerechtigkeit“ (Zitat seines Politiklehrers) verdient, weil er andere nicht selten korrigiert oder zumindest das Gesagte in Frage stellt und sich stets für andere einsetzt. Getreu seiner guten Erziehung und Manieren bleibt er dabei stets höflich, wird selten frech und beeindruckt mit seinen versierten rhetorischen Sprachfertigkeiten.

    Wenn man ihn kritisiert oder verbal angreift, reagiert er selten aggressiv. Vielmehr nimmt er sich die Zeit, die Vorwürfe kritisch zu überdenken und mit seinen daraus gewonnen Erkenntnissen zuzustimmen oder begründet zu widersprechen.

    Man darf aber nicht fälschlicherweise annehmen, dass er sich nicht kränken lässt - ganz im Gegenteil. Erijon ist durchaus ein selbstkritisches Kind, das nach Liebe und Anerkennung strebt, niemanden enttäuschen, allen gefallen und besonders seine Familie stolz machen will. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass einerseits seine Mutter Xellesa die Familie verließ, als er und Leyla noch sehr klein waren und ihm die mütterliche Liebe und Fürsorge fehlte, als er aufwuchs. Andererseits stellte sein Vater Khaled stets hohe leistungsorientierte Ansprüche an ihn und duldete keine Verfehlungen jedweder Art, sodass Erijon immer darum bemüht war, den hohen Anforderungen seines Vaters gerecht zu werden und sich keine Fehler zu erlauben. Grundsätzlich kann man die Beziehung zwischen Vater und Sohn als distanziert und unterkühlt beschreiben, da Khaled aufgrund seiner geschäftlichen Verpflichtungen nur sehr wenig Zeit für die Kinder aufbringen konnte und eher mit materiellen Geschenken besänftige als mit väterlicher Fürsorge und Liebe.

    Negative Kritik trifft Erijon hart, besonders wenn sie von seinem Vater geäußert wird, den er auf gar keinen Fall enttäuschen oder verärgern will. Nach außen hin würde er dies aber höchstens seiner älteren Schwester und innigen Vertrauten Leyla offenbaren, die womöglich seine wichtigste Bezugsperson ist. Er ist jedoch kein Kind, dass sofort „Ich war’s nicht!“ und „Das stimmt nicht!“ brüllt, wenn er kritisiert oder ermahnt wird, und setzt sich nicht beleidigt in die Ecke, um den Rest des Tages trotzig zu sein und zu schmollen.

    Autoritätspersonen gegenüber leistet Erijon stets Gehorsam, selbst wenn er anderer Auffassung ist. Er hat großen Respekt vor seinem Vater und Großvater und tut alles, um sich in beider Augen als würdig zu erweisen. Dass Phineas die Erbfolge neu geregelt und seinen legitimierten Bastard Mendred zum Erben und zukünftigen Grafen ernannt hat, nahm Erijon nicht als Erleichterung, sondern als schallende Ohrfeige wahr, die ihn in seinem Stolz, seiner Ehre und Würde verletzt hat. Khaleds giftige Hetze und Diffamierung Mendreds bestärkte den Jungen diesbezüglich nur noch mehr. Dies führte dazu, dass Erijon derzeit eifersüchtig auf Mendred und wütend auf seinen Großvater Phineas ist und beiden gegenüber sehr verhalten auftritt. Aber auch Khaled steht Erijon mittlerweile etwas kritischer gegenüber. So stört er sich sehr an dessen frauenfeindlicher Einstellung und bedauert, dass seine Schwester Leyla nicht dieselben Freiheiten genießt wie er selbst. Dennoch würde er es nie wagen, sich offen negativ über die drei Männer zu äußern.

    Seine verschollen geglaubte, erst kürzlich zurückgekehrte Mutter muss Erijon erst wieder kennenlernen, da er sich kaum an Xellesa erinnern kann. Es steht aber außer Frage, dass er seine Mutter furchtbar vermisst hat und jede liebevolle Geste, jede Sekunde, die er mit ihr verbringen kann, in vollsten Zügen genießt. Es ist wahrscheinlich, dass Xellesa in Zukunft den größten Einfluss auf Erijon ausüben wird, weil er aufgrund der Versäumnisse in der Vergangenheit um jede noch so kleinste Aufmerksamkeit buhlen und damit steuerbar wird. Es ist abzusehen, dass ihre mütterliche Fürsorge und Liebe und ihre Einstellungen zu sämtlichen Belangen sein Denken und Handeln maßgeblich prägen wird.

    Lungenleiden


    Seit seinem zweiten Lebensjahr leidet Erijon an einer unheilbar chronischen Lungenkrankheit, die sich je nach körperlicher oder geistiger Befindlichkeit entweder kaum bemerkbar macht und sich im schlimmsten Falle lebensbedrohlich äußert. So klagt Erijon unter anderem über ein drückendes Engegefühl und gelegentliches Stechen in der Brust, erschwerte Atmung mit Phasen der Kurzatmigkeit sowie starken Reizhusten, insbesondere des Nachts, wenn Leib und Geist ruhen. Seltener kommt es zu heftiger, anfallartiger Atemnot, in der sich Erijon nach eigener Beschreibung „der Brustkorb krampfartig zuschnürt, als zerdrückten Muskeln und Gerippe meine Lungen, bis ich nicht mehr atmen kann und dann panisch nach Luft schnappe, weil ich zu ersticken glaube“.

    Die Krankheit verhält sich nicht selten unberechenbar und bricht auch in Phasen absoluter Ruhe aus. Zu den identifizierten Auslösern gehören bisher kalte oder staubige Luft, starke körperliche Ertüchtigung sowie hohe geistige oder emotionale Aufregung, wobei es teils zeitverzögert zum eigentlichen Ausbruch kommen kann.

    Das Haus Ceos scheut bis heute keine Kosten und Mühen, um die Krankheit in den Griff zu bekommen und für Erijon so erträglich wie irgendwie möglich zu machen. So floss über all die Jahre hinweg eine nicht unerhebliche Summe an Silberstücken in die Dienste der renommiertesten Heiler aus Heidel und Calpheon, die mit ihren ätherischen Kräutermischungen und gepresste Kräutersäften jedoch bis zuletzt eher dürftige Ergebnisse einfuhren.

    Einzig Erijons Mutter Xellesa – eine selbststudierte Heilerin aus unbekannteren Gefilden nördlich der Baleonischen Inseln - gelang es durch akribische Beobachtung und Dokumentation, die Wirksamkeit seiner Medikation zu perfektionieren und Erijon ein größtenteils unbeschwertes Leben ohne lebensbedrohliche Anfälle zu ermöglichen. Dies erforderte aber eine stetige Korrektur der Kräuterrezeptur, weil die Medikation nach geraumer Zeit nicht selten an Wirksamkeit einbüßte. Als sich seine Eltern scheiden ließen und Xellesa die Familie verließ, um dem Ruf des Krieges zu folgen und sich als Heilerin um die Verwundeten zu kümmern, verschlechterte sich Erijons gesundheitlicher Zustand wieder, da es keinem anderen Mediziner gelang, Xellesas Grundrezeptur der jeweiligen Symptomatik erfolgreich anzupassen.

    Aktuelles


    Erijon ist mittlerweile mit seinen Eltern Khaled und Xellesa sowie seiner älteren Schwester Leyla zurück auf das Anwesen in Heidel gekehrt und widmet sich fleißigst seiner intellektuellen und physischen Ausbildung. Dank der wirksamen Kräutermedikation seiner Mutter erfreut er sich bester Gesundheit und fühlt sich vitaler und kräftiger denn je. Dass seine geschiedenen und zerstrittenen Eltern wieder zueinander gefunden und sich wiedervermählt haben, macht ihn sehr glücklich. Zu seiner Familie in Calpheon, darunter Großvater Phineas und Onkel Mendred, pflegt er regelmäßigen Briefkontakt, auch wenn sein Vater die eingehenden und ausgehenden Botschaften akribisch prüft.

    Erijons Theme


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