Die Legende der Schneehexe

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    Die Legende der Schneehexe ist ein altes Märchen das auf einer wahren Begebenheit beruhen soll. Es erzählt von einer Stadt in Mitten eines großen Gebirges, umgeben von Schnee und Eis. Beispielhaft zeigt das Märchen auf, wie Magie dem Menschen helfen kann und dass es für den menschlichen Verstand keinerlei Grenzen gibt. Weiter werden Tugenden wie Großmut und Bescheidenheit in den Vordergrund gestellt, aber gleichzeitig darauf hingewiesen, dass Gier und Neid schändlich sind.
    Es erzählt die Geschichte einer Expedition von großzügigen Magiern, die das Leiden der wachsenden, armen Bevölkerung nicht mehr ertrugen und die Fürsten ihres Landes darum baten diesen Menschen Kleidung, Wohnraum und die Chance auf Wohlstand zu schenken. Die Fürsten jedoch, handelten eigennützig und wiesen die Gruppe Magier ab. Betrübt, ließen diese sich nicht aus der Fassung bringen und ersannen über Nacht einen kühnen Plan.

    Am nächsten Tag sollen sie die Fürsten wieder um Hilfe gebeten haben. Dieses mal jedoch fragten sie nicht um Habseligkeiten und Land, nur ob sie die Mittellosen mitnehmen können auf der Suche nach einem besseren Ort für sie. Von der Habgier der Fürsten überzeugt gelang es ihnen mit einem großzügigen Goldgeschenk, als Teil der List, diese dazu zu bringen, der Bitte statt zu geben. Die Fürsten schlugen zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie wurden die Mittellosen und Bettler los, die in den Straßen herum lungerten und wurden dafür sogar noch entlohnt.
    Also sammelten die Magier die Bettler und ihre Familien um sich um fortzugehen. Auf ihrer Reise mussten sie einige Gefahren überwinden, bis sie schließlich in ein fernes Gebirge zogen und dort Fuß fassten. Das Land war schroff und kalt und die Magier wirkten mächtige Zauber um es besidelbar zu machen. Sie bauten in mitten von Schnee und Eis eine Stadt in das Gebirge, wo jeder seinen Platz hatte. Dazu schmolzen sie dir großen Gletscher zu Trinkwasser, erschufen gewaltige Wälder voller Leben um die Leute zu ernähren und trugen große Teile der Berge ab, wo sie Gold fanden. Alles teilten sie gerecht auf, sodass jeder genug hatte. Nun hatten alle die vorher mittellos waren warme Kleidung, ein Zuhause und Reichtum. Gerührt wählten die Bewohner der Stadt die Magier als ihre neuen Herrscher.

    Glücklich lebten sie alle miteinander, bis die Schneehexe, vormals eine wunderschöne Magierin von unsagbarer Gier gepackt wurde. Wieso sollte sie, eine Herrscherin der Stadt weniger haben als die anderen? Sie begann damit andere ihres Wohlstandes mittels List zu berauben. Bevor sie schlimmeres anrichten konnte wurde ihre List von den anderen Magiern erkannt und sie wurde aus der Stadt verbannt. Sie lebte fortan allein im großen Wald, wo Zorn und Neid sie alt und hässlich werden ließen. Sie verfluchte die Stadt und die Magier, aber wo so viel Freude und Gleichheit herrschte, hatten ihre bösen Zauber keine Auswirkungen. Detailiert werden weitere Missetaten der Hexe beschrieben, die jedoch niemals glückten. Die Geschichte endet schießlich mit dem Tod der Hexe, die sich eines Tages von Wahnsinn und Gier getrieben in einen verlassenen Minenschacht stürzte und starb. Um Kinder etwas zu verängstigen wird manchmal noch hinzugedichtet, dass ihr Geist so von Gier besessen ist, dass er nun durch die Länder streift und Kindern ihrer Sachen beraubt, wenn sie nicht gut genug darauf aufpassen.

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    Erzählt, wurde diese alte Geschichte vielleicht in den Regionen in denen Magie offen toleriert wurde/wird und nicht grundsätzlich als böse gilt. Eventuell lässt sich diese Version auch noch in anderen alten Bibliotheken finden. Weit weniger bekannt ist eine zweite Version der Geschichte, die sich wohl am meisten am Ende des Märchens von der bekannten Version unterscheidet.

    Dort sind die Rollen von gut und Böse vertauscht und die Magier wurden durch die Macht, die sie von den Bewohnern der Stadt erhielten korrumpiert. Nur die Schneehexe durchschaute die anderen, jedoch als es viel zu spät war. Auch hier wird sie verbannt und muss machtlos zusehen wie die Bewohner der Stadt gnadenlos ausgebeutet werden bis die Bergminen kein Gold mehr fördern, die Gletscher alle verschwunden und die Wälder alle abgeholzt sind und wie alle schließlich von Gier und Tod verschlungen werden.
    Die zweite Version wurde weitestgehend nur mündlich überliefert und gar eine schriftliche Fassung davon zu besitzen, zeugt wohl von unglaublichem Sammlergeist.

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