Iliaz

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  • Ein Wanderarbeiter, der schon viel von der Welt gesehen hat.
    Name: Iliaz Hamed
    Spezies: Mensch
    Herkunft: Mediah/ Kusha
    Alter: 41 (*244)
    Größe: 1,83
    Hautfarbe: dunkel
    Augenfarbe: schattiges Blau
    Körperbau: muskulös bulkig
    Auffälligkeiten: dunkles Hautmal am rechten Oberarm


    Tätigkeit: Tagelöhner/Wanderarbeiter


    Auftreten

    Iliaz Hamed ist ein freundlicher Zeitgenosse und scheut keine noch so schwere Arbeit. Wie könnte er es auch, wo er doch als Tagelöhner oder auch Wanderarbeiter durch die Ortschaften zieht und nach handwerklichem Bedarf und anfallenden saisonalen Arbeiten sein täglich Brot verdient.


    Biographie

    Illiaz Hameds Kindheit und frühe Jugend war behütet. Als drittes Kind wuchs er zusammen mit seinen beiden älteren Brüdern Horat und Samon sowie seinen Eltern, einer mittelständigen Familie aus Mediah, in bescheidenen aber zufriedenstellenden Verhältnissen auf.
    Die Familie Hamed verdiente ihr Geld, wie so viele andere Kushaner auch, mit dem Handwerk des Webens und Spinnens der vielerorts bekannten und gefragten Seide der dort ansäßigen Felsspinnen. Diese ist eine bekannte Spezialität Kushas, da der Stoff flexibel und lange haltbar ist.
    Jene Bekanntheit war es, welche dem kleinen Ort in Mediah, aufgrund der hohen Nachfrage nach dieser Seide, über die Jahre viel Einkommen bescherte.
    Iliaz wie auch Horat haben das handwerkliche Geschick ihrer Eltern geerbt und betätigten sich ebenfalls in der Kunst des Spinnens und Webens. Der älteste Sohn Samon war weniger geschickt, kümmerte sich jedoch liebevoll um das wenige Vieh, welches die Familie zur zusätzlichen Eigenversorgung hielt. Gelegentlich half Iliaz Samon und hütete die Tiere, zu denen auch ein Steinnashorn gehörte, welches die Familie zur Jagd auf die Spinnen und deren Seide nutzte.

    In seiner freien Zeit zog es Iliaz nicht allzu weit von dem Dorf weg und so begnügte er sich mit dem Durchstreifen der hiesigen Flora und Fauna. Auch beobachtete er gerne die ansässigen Tierarten und kletterte für seinen eigenen, kleinen Nervenkitzel an den Felsen entlang, in welchen die ebenfalls ansäßigen Steinlochspinnen ihre Nester bezogen.
    Zu jenem Zeitpunkt war Iliaz ein recht zufriedener Bursche, welcher keinen Drang hatte in die große, weite Welt hinaus zu ziehen. Viel lieber wollte er bei seiner Familie verweilen und vielleicht eines Tages seine eigene gründen.

    Doch als Iliaz eines Tages, als junger Mann, von einem seiner Ausflüge zurückkehrte, trug er einen Gegenstand bei sich. Eine hölzerne, geschnitze Maske aus dunklem Holz.
    Diese fand er nahe einer der Bruthöhlen der Steinlochspinnen. Anscheinend war ein Reisender oder gar Abenteurer vom Weg abgekommen und hatte weniger Glück, als er sein Lager unwissend in der Nähe der Spinnenbehausungen aufschlug. Von dem Pech zeugten nur noch übrige Stofffetzen eines Zeltes und die mumifizierten Überreste des Mannes, der diese Maske in seinen vertrockneten, knöchrigen Händen hielt. Allem Anschein nach, war dieser Mann schon vor längerer Zeit verstorben und blieb bislang unentdeckt. Bis zu jenem Zeitpunkt.
    Nichtsahnend um die Geschichte der gefundenen Maske, hängte sich Iliaz diese letztendlich an die Wand in seinem Zimmer.
    Viele Tage vergingen und nichts geschah. Iliaz verbrachte weiterhin sein Leben in Kusha.

    Bis der Herbst in das Land zog.

    Mit einem Mal, als wäre es der Drang einer inneren Stimme, verspürte Iliaz das Bedürfnis Kusha zu verlassen. Hinauszuziehen in die Welt, um einen unbekannten Pfad zu bestreiten.
    Aber das Ziel am Ende des Weges, würde er schon kennen. Doch konnte Iliaz sich dieses noch nicht gänzlich zusammenreimen, da das Ziel wirkte, als wäre es hinter einem dichten, undurchdringbaren Nebel verborgen. Er wusste jedoch, dass er unbedingt diese Maske mitnehmen musste.

    Für seine Familie kam die Gemütswendung ihres Sohnes etwas überraschend, doch sie unterstützten sein Plan und feierten zum Abschied ein großes Fest, ehe Iliaz als Wanderarbeiter und Tagelöhner seine Reise antrat.

    Und so befindet sich Iliaz seit 17 Jahren auf Wanderschaft und ist aktuell nach einem Aufenthalt am Castahof, in der Nähe von Oliva, in die beschauliche Hafenstadt Velia eingekehrt. Dort verbringt er gegenwärtig seine Zeit als Fischer und hilft gelegentlich auch an anderen Stellen handwerklich aus, an denen seine Muskelkraft benötigt wird.


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    Geheimnisse

    Geheimnisse


    Die Maske Istar

    Anno 253 fuhr eine zwischenweltliche Präsenz namens Istar in diese hölzerne Maske.
    Eine einfache Maske welche einst lediglich zu Dekorationszwecken von ihren früheren Besitzern an die Wand des Hauses, weit ab des Barhantors, aufgehangen wurde.
    Das Istar nun in dieser Welt verweilt, wenn auch nur als Wesen in einer simplen Maske, war etwas was nie passieren durfte und doch geschah. Istars Präsenz in dieser Welt ist das Resultat eines gescheiterten Rituales. Eines törrichten Rituales. Der Versuch etwas Mächtiges zu erhalten, ohne den entscheidenten Gegenwert des Handels zu offerieren. Ein Vertragsbruch welcher einen hohen Preis zur Strafe erforderte. Das Leben und die Seele.
    Wie ein gewaltiger schwarzer Schlund öffnete sich innerhalb des aufgezeichneten alchemistischen Bannkreises, der für dieses Ritual erforderlich war, ein Portal. Gierig griffen die Schattenwesen, welche mit ihren langen Armen aus der entstandenen Öffnung herausragten, nach allem Lebendigem.
    Zwei alternde Seelen und ein abgerissener Teil einer jungen Seele zogen die Pranken mit sich in den tiefen Schlund hinab.
    Doch Moment. Dies war nur ein Teil einer jungen Seele und er kämpfte dagegen an mit ins Nichts gezogen zu werden. Ein verzweifelter Kampf. Hoffnungslos sollte man annehmen, doch die Seele zog sich mitsamt Istar aus dem Schlund empor. Griff nach etwas leblosem. Ein toter Gegenstand ohne Wert.
    Der Kampf dieser unvollständigen Seele gefiel Istar und sie bot jener einen Handel an.
    Die Seele verhelfe Istar in diese Welt zu gelangen und im Gegenzug würde Istar die Seele wieder einen. Der Handel wurde akzeptiert.

    Nach wenigen Monaten fanden Plünderer die Maske an dem früheren Ort des Geschehens. Das Haus war nun verlassen und beinahe zerfallen. Zu plündern gab es nichts mehr. Der letzte Bewohner hatte die Behausung vor längerem verlassen und alles von Wert mit sich genommen. Nur die Maske fand sich unter einigen eingestürzten Balken.

    Im Laufe der Zeit wechselte die Maske oft den Besitzer. Angeblich sollte sie Unglück über jeden einzelnen gebracht haben. Zumindest erzählte man sich dies über den simplen Gegenstand, sobald jener weitergereicht wurde. So rankten sich im laufe der Zeit viele unzählige Geschichten über die Maske.

    Eine Besitzerin, eine ältere Dame aus Heidel, hörte des nächtens immer undeutliches Geflüster über die Flure des Hauses säuseln. Nach drei Tagen und im Schutze von Kerzenschein einer Handlampe ging sie dem seltsamen Geflüster nach. Die Worte wurden immer deutlicher, als sie sich dem Esszimmer ihres Hauses näherte. "Folge ihr. Folge ihr. Valencia. Folge ihr nach Valencia." Jene Worte vernahm die Frau. Im Glauben einem dummen Jungenstreich auferlegt zu sein, öffnete sie die Tür zum Esszimmer und schrie sich die Seele aus dem Leib, als sie an der Wand hängend die Maske mit rotglühende Augen erblickte und eine krächzende, weibliche Stimme der alten Dame entgegendonnerte. "BRING MICH NACH VALENCIA!"

    Am nächsten Tag fand die Maske einen neuen Besitzer.

    Andere Zungen behaupten, dass einst ein Abenteurer die Maske inmitten einer Zeltstätte von Banditen gefunden hätte. Oder vielmehr auf einem Banditen. Einem Banditen der ringsum von zahlreichen Speeren durchbohrt war. Gestützt durch die Speere, stand der leblose Körper des Toten inmitten des Zeltlagers. Von jeglichen anderen Banditen fehlte jede Spur.

    Die Jahre vergingen und die Geschichten um jene Maske sammelten sich an. Doch letztendlich verlor sich ihre Spur ins Nichts, nachdem sie zahlreiche Besitzer und Ortswechsel hinter sich hatte.

    Bis die Maske eines Tages von Iliaz Hamed gefunden wurde.


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