Velia - Waisenhaus

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  • Eine Beschreibung des Waisenhauses in Velia
    Velias Waisenhaus ist immer wieder ein Objekt der Handlung. Meist nicht zentral aber doch immer wieder am Rande.
    Wir tragen hier ein paar Modalitäten zusammen, um das Waisenhaus oder auch die Waisenhäuser etwas greifbarer zu machen, denn wie ausgespielt bzw. ingame von mehreren Charakteren erwähnt, gibt es scheinbar in jeder Stadt eines (oder mehrere) davon.
    Es gilt hier wieder, dass wir nicht das allgemein Alleingültige beschreiben, sondern einen Vorschlag, der adaptiert werden kann.

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    Gestützt von Einnahmen der Stadt (Steuerzehnt, Zoll etc.) und den Kollekten der Kirche, hauptsächlich jedoch abhängig von Spenden, ist das Waisenhaus keine wohlsituierte Einrichtung. Eine Mahlzeit am Tag für die etwa zehn bis allerhöchstens zwanzig Kinder, meist das Abendessen, ist das, wofür das Geld gerade ausreicht. Dabei ist nicht sichergestellt, dass es sich um eine warme Mahlzeit handelt.
    Die Kinder werden täglich zur Schule (in die Kirche) geschickt, jedoch ist die Überwachung, ob sie dort auch sind, eher vernachlässigbar. Schulmaterialien, wie Bücher oder eigene Schreibtafeln, schließen sich hier von vornherein aus. Ebenso, damit in den meisten Fällen verbunden, der Lernerfolg.
    Adoptionen laufen vom Waisenhaus aus unproblematisch ab. Eine Unterschrift und ein Obolus ans Waisenhaus reichen vollkommen aus, um ein Kind legal mitnehmen zu können. Potenzielle Interessenten an einer Adoption werden allerhöchstens "auf Sicht" geprüft und es gilt: je höher die Ablöse, desto einfacher die Vermittlung.
    Die meisten Waisenkinder tragen keine Nachnamen, und so etwas wie Geburtsurkunden existieren im Normalfall nicht.
    Die Erziehung der Kinder läuft eliongläubig ab, wobei ihnen von vornherein vermittelt wird, dass sie sich am unteren Ende der Gesellschaft befinden, aber durch ethisches (nicht stehlen, nicht lügen usw.) Verhalten Elions Segen erwarten dürfen. Dabei sind körperliche Züchtigungen durch das Personal oder ältere Waisenkinder ein gebräuchliches Mittel zur Durchsetzung der Autorität und als Maßnahme gegen Regelverstöße.
    Bei erreichen eines gewissen Alters, kurz nach dem, oftmals geschätzten, 16. Geburtstag, werden die Kinder, die nicht vermittelt werden konnten, aus dem Waisenhaus entlassen. Direkter ausgedrückt: sie werden vor die Tür gesetzt, um in der Welt eine Arbeit zu finden oder in eine Lehre zu gehen. Natürlich bemüht sich hier das Personal, das Kind zu unterstützen. Meist geschieht das durch Gespräche mit ansässigen Handwerkern, Bauern, Händlern oder auf Schiffen. Das geschieht zwar mit aus Fürsorge, aber auch aus dem Grund, wenigstens eine kleine Ablösesumme für den Zögling zu erhalten. Ein nicht unerheblicher Teil der "Entlassenen" macht sich allerdings selbst auf den Weg und endet für gewöhnlich als Bettler, Tagelöhner, Krimineller oder in der Prostitution.
    Trotz dessen, dass das Leben im Waisenhaus kein leichtes ist, ist es dem auf der Straße vorzuziehen.

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