Clan Nabaato

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  • Clan Nabaato war ein Zusammenschluss aus acht Riesen-Familien, die im Gebirge südlich von Calpheon, nahe der Dörfer Trent und Behr, abgeschieden lebten. Die Sippe wurde von gierigen Schwarzstein-Schmugglern ausgerottet, als Kunde von einer Schwarzstein-Adler im nahegelegenen Steinbruch das Tal erreichten. Nur vier Riesen - darunter der Jäger Davaab - überlebten das Massaker. Das Dorf liegt seitdem in Schutt und Asche und ist verlassen.
    Clan Nabaato war ein Zusammenschluss aus acht Riesen-Familien, die im Gebirge südlich von Calpheon, nahe der Dörfer Trent und Behr, abgeschieden lebten.

    Die Sippe wurde von einem Stammesrat, bestehend aus fünf Mitgliedern beider Geschlechter, geleitet und sorgte größtenteils für sich selbst. Jedes Clanmitglied erfüllte eine Funktion und kümmerte sich um bestimmte Aufgaben, z.B. die Beschaffung von Nahrung, Verarbeitung von gesammelten Rohstoffen, Fertigung von Kleidung, Werkzeug oder Waffen oder dem Bau von Behausungen und sonstigen Konstruktionen. Gelegentlich nahm das Clanmitglied Artruk den weiten und beschwerlichen Abstieg ins Tal auf sich, um dort mit fliegenden Händlern seltene, aber für die Sippe unbrauchbare Rohstoffe oder selbst produzierte Güter gegen Ware zu tauschen, die Clan Nabaato nicht selbst herstellen konnte. Der Schmied Karraik baute im tief in den Berg gegrabenen Steinbruch Erze ab und stellte selbst Werkzeuge und Waffen her.

    Das Leben im Gebirge war hart - steile Klippen, gelegentliche Schneefälle und frostige Winde erschwerten den Anbau von Gemüse. Die Sippe ernährte sich größtenteils von Wildfleisch und Fisch aus dem nahegelegenen Bergfluss. Raubtiere und gefährliche Bestien lauerten im Umkreis, doch die Jäger und Krieger des Dorfs wurden von Kindesbeinen an im Kampf geschult und wussten mit Axt, Pfeil und Bogen sowie Schwertern umzugehen.

    Die sozialen Geflechte im Clan spielten im Alltag eine sehr wichtige Rolle. Die Alten genossen aufgrund ihrer Weisheit und ihres Wissens großen Respekt und überlieferten die Geschichte und Traditionen des Clans mündlich, da niemand lesen oder schreiben konnte. Die jungen Mitglieder, insbesondere die Kinder, galten als Hoffnung und Zukunft des Clans und assistierten den Älteren bei unterschiedlichen Aufgaben. Dabei lernten die Kinder vielfältige Fertigkeiten, die zum Überleben im Gebirge erforderlich waren, und entdeckten so ihre besonderen Talente, die ihre spätere Funktion in der Sippe maßgeblich bestimmen würden. Die Kinder wurden zwar streng erzogen und diszipliniert, wenn sie ungehorsam waren oder sich respektlos verhielten, aber Gewalt an Kindern war strikt verboten. Zeit zum Spielen fand sich zwischendurch immer.
    Aufgrund der harten Lebensbedingungen trug jedes Mitglied einen wertvollen Beitrag zum Überleben bei. Gegenseitige Hilfe, wo immer nötig, war eine Selbstverständlichkeit und Rohstoffe, weiter verarbeitete Güter oder selbst hergestellte Produkte wurden je nach Bedarf unter den Familien aufgeteilt. Die wenigen Habseligkeiten, die ein Mitglied besaß, wurden mit anderen geteilt sofern nötig, sodass Habsucht oder Diebstahl völlig fremde Konzepte im Clan Nabaato waren. Generell gab es im Dorf bis auf einige wenige Streitereien, die so manches Mal in Schlägereien ausarteten, keine Kriminalität. In den wenigen überlieferten Fällen, in denen ein Clan-Mitglied gegen die Regeln der Sippe verstoßen hatte, verbannte der Stammesrat die Täter ins Exil ohne jegliche Möglichkeit zur Rückkehr. Der Zusammenhalt stellte in der Gemeinschaft das wichtigste Gut dar.

    Als der Schmied Karraik eines Tages beim Abbau von Erz im Steinbruch auf eine kleine Schwarzstein-Ader stieß und mit dem kuriosen Gestein nichts anzufangen wusste, bot Artruk das Schwarzstein-Fragment einem fliegenden Händler im Tal an. Dieser wiederum verkaufte das kostbare Stück einer dubiosen Schmugglerbande aus Keplan, die den Kaufmann folterten, um die Herkunft des Schwarzsteins zu ermitteln. Sie brachen ins Gebirge auf und suchten wochenlang nach dem Dorf von Clan Nabaato.
    Der Stammesrat von Clan Nabaato reagierte besorgt auf die Ankunft der bewaffneten Schmuggler und verstand nicht, warum der Splitter eines schwarzen Steins das Interesse dieser Fremdlinge geweckt hatte. Als sich der Stammesrat weigerte, den Standort des Steinbruchs zu offenbaren, reagierten die Schmuggler aggressiv und drohten damit, das Dorf in Schutt und Asche zu legen. Clan Nabaato aber ließ sich nicht einschüchtern und die Schmuggler, die deutlich in der Unterzahl waren, zogen zähneknirschend ab – nur, um Tage später mit einer Gruppe angeheuerter Söldner zurückzukehren und im Schleier der nebligen Nacht das schlafende Dorf wie angedroht in Brand zu stecken. Im Chaos der lodernden Flammen schlachteten die Söldner wehrlose Frauen und Kinder ab und lieferten sich einen erbitterten Kampf mit den Kriegern. Am nächsten Morgen lebten nur noch vier Krieger von Clan Nabaato, darunter Davaab.

    Schockiert von dem brutalen Angriff und ohne Hoffnung, verbrannten die vier Überlebenden die Leichname ihrer Sippe mitsamt aller Habseligkeiten und ließen das zerstörte Dorf zurück. Konfrontiert mit einer Welt, die von blutigen Kriegen, politischen Unruhen, der Valencianischen Pest und der Gier nach den Schwarzsteinen gebeutelt ist, trennten sich ihre Wege irgendwann. Seitdem wandert Davaab alleine umher, ohne Ziel und ohne Aufgabe, auf der Suche nach einem neuen Sinn im Leben...

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