Rhaida

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  • Rhaida ist die klassische femme fatale: manipulativ, clever, gefühlskalt und verführerisch. Sie gehört der Schwarzen Zunft an.
    Relevante Informationen

    Name: Rhaida
    Alias: Wüstenrose
    Alter: 24.08.249
    Größe: 1,74 m
    Körperbau: schlank mit sinnlichen Kurven
    Hautfarbe: braun gebrannt
    Augenfarbe: blau
    Haarfarbe: schwarz
    Haarschnitt: schulterlang, links kurz rasiert mit geflochtenen Zöpfen
    Familie: Yara (Geburtsname Farah, Tochter), Rawhiti (Ziehschwester)

    Charakter

    Rhaida ist die klassische femme fatale - manipulativ, clever, gefühlskalt und verführerisch. Sie setzt ihre weiblichen Reize bewusst dazu ein, um ihre ahnungslosen männlichen (und gelegentlich auch weiblichen) Opfer um ihren Finger zu wickeln und nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Nicht selten spinnt sie damit ein klebriges, trichterförmiges Spinnennetz, aus dem sich ihre hilflose Beute nicht mehr befreien kann.

    Um ihre Opfer hinters Licht zu führen, schlüpft Rhaida in die unterschiedlichsten Rollen. Wie ein Chamäleon passt sie ihr Äußeres der jeweiligen Situation an und bedient sich dabei an vielfältigen Tricks, die sie in Theatern auf der ganzen Welt gelernt hat. Exquisite Kleidung, feinste Schminke, kostbarer Schmuck, edle Parfums sowie eine angemessen frisierte Perücke machen aus ihr eine authentische Adelige und zerfledderte Lumpen, etwas Dreck im Gesicht und mangelnde Körperhygiene eine schmutzige Bettlerin. Ihr zugegebenermaßen gefährliches, aber beachtliches Halbwissen über die unterschiedlichsten Kulturen mit ihren jeweiligen Gepflogenheiten und Bräuchen, gesellschaftlichen Schichten, Sprachen und regionalen Dialekten, historischen Fakten et cetera ermöglichen es ihr, diese optische Täuschung glaubwürdig und überzeugend zu verkaufen.

    Rhaida ist sehr selbstbewusst - oftmals zu selbstbewusst. Ihre Arroganz und Überheblichkeit bringen die Hochstaplerin nicht selten in Schwierigkeiten - spätestens dann, wenn ihre akribisch ausgearbeitete Tarnung durch ihren Hochmut auffliegt. Bisher ist es ihr aber immer gelungen, sich irgendwie herauszureden, durch Bestechung ihre Freilassung zu erkaufen oder durch weiteres Blendwerk die Flucht zu ergreifen.

    Ihre größte Stärke ist die Kunst der Täuschung und Verführung. Sie ist keine Magierin oder ausgebildete Kämpferin und weiß weder mit Schwert und Schild, noch mit Pfeil und Bogen umzugehen. Sie schreckt aber nicht davor zurück, heimtückisch zu morden. Gifte und die scharfe Klinge ihres Dolches, die so manchem seelenruhig schlafenden Liebhaber das Leben genommen hat, gehören zu ihrem tödlichen Repertoire. Außerdem lässt Rhaida es sich nicht nehmen, sich mit ihren flinken Fingern an den Habseligkeiten ihrer Opfer zu bereichern.

    Biografie


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    Rhaida ist gebürtige Valencianerin. Ihre fleißige, gutmütige Mutter arbeitete bei einer Stofffärberei, ihr fauler Vater jedoch war ein spielsüchtiger Säufer, der das gesamte Silber, das er als Fischer erarbeitete, für Glücksspiel und Alkohol ausgab. Die Familie hungerte oft und lebte in Armut, und die Gewaltausbrüche ihres Vaters, wenn er wieder betrunken war und den gesamten Lohn in der Spelunke verspielt hatte, hinterließen sichtbare und unsichtbare Spuren bei ihr und ihrer Mutter. Als ihr Vater aus der Fischergilde geworfen wurde und das Silber, das seine Frau durch harte Knochenarbeit in der Färberei verdiente, für seine Spielsucht nicht ausreichte, borgte er sich Silber bei einem Kredithai. Als auch dieses Silber verzockt und das letzte Hab und Gut verscherbelt war, wusste er nicht mehr, woher er Geld auftreiben sollte. Der Kredithai, der schließlich das Silber plus Zinsen zurückforderte und ihm mit dem Tod drohte, sollte er nicht bezahlen, machte ihm ein Angebot: wenn er ihm seine Tochter Rhaida, die keine zwölf Sommer alt war, überlassen würde, wären die Schulden restlos getilgt. Ihr Vater willigte ein und verkaufte eiskalt seine Tochter, die ihm sowieso lästig war, und erzählte seiner Frau, dass das Gör einfach davon gelaufen war.

    Damit begann ein grausames Martyrium, das das Leben des kleinen Mädchens nachhaltig beeinflussen sollte.

    Der Kredithai behielt das Mädchen nicht lange bei sich und überließ es für eine hübsche Summe Silber einem adrett gekleideten, höflichen Mann - Herr Arik - der zwar kein Adeliger war, aber sehr wohlhabend. Auf seinem privaten Anwesen kleidete er Rhaida in feine Kleider und gab ihr die köstlichsten Speisen zu essen, die sie jemals geschmeckt hatte. Er brachte ihr Manieren bei, lehrte sie, wie sie sich zu benehmen und wie sie zu sprechen hatte. Es war alles so surreal. Und Rhaida wollte nie wieder fort. Sie war nicht das einzige Mädchen auf dem Anwesen, aber es war ihr strengstens untersagt, mit ihnen zu sprechen. Sie begriff nicht, warum diese Mädchen sie so mitleidig ansahen und warum sie selbst so traurig ausschauten.

    Das wurde ihr erst klar, als Herr Arik das erste Mal Gäste mitbrachte.

    Er offerierte die blutjungen Mädchen seinen wohlhabenden, teils sogar adeligen Gästen wie Vieh auf dem Markt. Die Männer überboten sich bei dieser privaten Aktion mit horrenden Summen und Rhaida, die noch jungfräulich war, bescherte Herrn Arik ein kleines Vermögen. Der dicke, schwitzige Mann, der sie ersteigert hatte, fiel brutal und gierig über sie her wie eine Bestie. Er sollte das erste Krebsgeschwür sein, das sie viele Jahre später aus dem Körper dieser kränklichen Welt schneiden würde.
    Weitere Sommer folgten, in denen Rhaida zusammen mit den anderen Mädchen als Spielzeug für wohlhabende Männer versteigert wurde, um deren niederen Gelüste zu befriedigen. Als sie fünfzehn wurde, bekundeten jedoch immer weniger Gäste Interesse an ihr, sodass Herr Arik sie schließlich an ein Freudenhaus in der Stadt weiterverkaufte. Das Klientel dort kam aus sämtlichen sozialen Schichten und sogar aus fernen Ländern - Arbeiter, Bauern, Handwerker, Soldaten, Kaufleute, Seemänner... Nicht alle wollten bloß ihre körperlichen Bedürfnisse befriedigen - manche zahlten, nur um jemanden zum Reden zu haben. In dieser Zeit lernte die junge Frau nicht nur, wie man die unterschiedlichsten Männer verführte, sondern auch mehr über ihre Kulturen und Länder.

    Eines Tages nahm ein junger, stattlicher Seemann ihre Dienste in Anspruch. Er besuchte sie jedes Mal, wenn sein Schiff im Hafen ankerte, und erzählte ihr von seinen zahlreichen Abenteuern und Erfahrungen. Es war offensichtlich, dass er mehr für die junge Frau empfand. Rhaida, die niemandem traute und diese Gefühle nicht erwiderte, erkannte ihre Chance, endlich diesem elendigen Dasein zu entkommen. Sie flehte ihn an, sie mitzunehmen, und in seiner Naivität willigte er ein. Er schmuggelte die Prostituierte auf sein Schiff und ermöglichte ihr so als blinder Passagier die Überfahrt nach Heidel in Serendia. Dort angelangt schlich sich die junge Frau vom Schiff und der junge Seemann sah seine große Liebe nie wieder.

    In Heidel schloss sich Rhaida einer wandernden Theatergruppe an, die für ihr aktuelles Stück eine exotisch ausschauende Schauspielerin suchten. Sie lernte, in die unterschiedlichsten Rollen zu schlüpfen und sich entsprechend zu kleiden und schminken. Nebenbei füllte sich ihr Silberbeutel mit den Habseligkeiten wohlhabender Zuschauer, die sie nach den Auftritten verführte und ausraubte. Was die junge Frau aus Valencia aber zuerst nicht wusste: die Theatergruppe bereiste nicht nur die Städte, um ihre Theaterstücke auf dem gesamten Kontinent aufzuführen, sondern auch um kostbare Schwarzsteine für eine geheime Organisation - in geheimen Kreisen als "Die schwarze Zunft" bekannt - zu schmuggeln.
    Als die Theatergruppe in Valencia auftrat, nutzte Rhaida die Gelegenheit, um Herrn Arik und den Mann aufzuspüren, der sie damals entjungfert und brutal missbraucht hatte. Sie erfuhr, dass die beiden Männer in einer erlesenen Taverne dinieren würden, und nutzte all ihr gesammeltes Wissen und ihre schauspielerischen Fertigkeiten, um sich als Küchenhilfe in besagte Taverne zu schleusen. Dort präparierte sie die köstlichen Speisen, die für die beiden Herren zubereitet worden waren, mit einem besonders grausam wirkenden Gift und sah mit Genuss und Genugtuung an, wie ihre Peiniger unter qualvollen Schmerzen und von krampfhaften Anfällen geplagt starben.

    Diese Tat blieb jedoch nicht unbemerkt. Der Kopf der Schwarzen Zunft, für die die Theatergruppe die Schwarzsteine schmuggelte, erfuhr von einem seiner zahlreichen Spitzel von Rhaidas vielfältigen Talenten und rekrutierte sie offiziell als Mitglied. Seitdem kümmert sich die Valencianerin um die unterschiedlichsten Aufgaben: sie beschafft Informationen, erpresst einflussreiche Männer, erleichtert wohlhabende Männer um kostbare Objekte et cetera. Ihr aktueller Auftrag führt sie nach Calpheon, wo sie den Teppichhändler Darek über die Schatulle von Avarok ausfragen soll...


    Aktuelle Geschehnisse


    Dornen einer Wüstenrose


    Der geprellte Geschäftsmann


    Rhaidas Theme


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