Telemnar, Minuial

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  • Halbelfe mit Temperament
    Spezies: Halbelfe
    Sternzeichen: Schwarzdrache
    Alter: unbekannt, wirkt aber wie Mitte 20
    Titel: Iell (en Nothrim Telemnar)
    offizielle Anrede: Hîril
    Größe: 172 cm
    Herkunft: Silberauen (Silmanóre)
    Alias: Susi Sorglos; Susi Sommerwind

    Aussehen

    Minuial trägt ihre weißblonden Haare derzeit so, dass ihre Elfenohren verdeckt sind und man sie deshalb nur schwer als eine (Halb-)Elfe wahrnimmt. Dennoch bewegt sie sich für einen Menschen sehr grazil und elegant. In Normalfall trifft man sie in sauberen und gepflegten Roben oder Kleidern und einem Lederrucksack auf dem Rücken. Ihr Make-up ist, wenn auch vorhanden, sehr dezent aufgetragen und unterstützt die feinen aber etwas frechen Gesichtszüge. Die Augen sind smaragdgrün und wohl das auffallendste Merkmal, wenn man sie ansieht.

    Verhalten

    Minuial ist verrückt. Ihr Verhalten wirkt extrem chaotisch und unkoordiniert, und ihre Worte ergeben nur selten Sinn. Sie polarisiert sehr stark, da ihre gelegentliche bis regelmäßige Taktlosigkeit ihresgleichen sucht. Sie ist laut, arrogant, egozentrisch, faul, rücksichtslos und schreckt nicht vor Gewalt zurück. Ihr Humor ist äußerst makaber und morbide. Gefühle empfindet sie als anstrengend und hinderlich. Minuial liebt es Dinge in Flammen zu setzen, oder – noch besser – sie zu sprengen.
    Kennt man sie allerdings näher, oder lässt sich von dieser Fassade nicht blenden, kann man feststellen, dass sie auch eine sehr ernste Person sein kann, die sogar zu tiefgreifendem Mitgefühl in der Lage ist, hilfesuchenden eine Hand reicht, ihre Freunde wertschätzt und sie auch vor allem Übel beschützt. Man merkt, dass ihre vielbetonte Abneigung gegen Gefühle wie Liebe, Freundschaft und Vertrauen daher rührt, dass es ihr schwer fällt sie zu empfinden und auch zuzulassen. Sie hasst es, wenn man ihr sagt sie habe ein „gutes Herz“.

    Minuial trinkt sehr gern Bier und isst für ihr Leben gern Hühnereier in nahezu jeder Zubereitungsform, außer Eiersalat. Ansonsten ist ihr Geschmack wie ihr Fassadenverhalten. Sie stellt sich in Velia als Susi Sorglos vor und ist sehr bemüht ihre elfische Herkunft zu verbergen.

    Hintergrund

    Kindertage
    Langsam schoben sich die Kinderhände in Richtung des weißen, reich verzierten, und kunstvoll gestalteten Zylinders. Der kleine Körper war unter ganzer Anspannung und richtete sich auf die Zehenspitzen. Alles Recken und Strecken half aber nichts, das Kind mit den smaragdgrünen, schelmischen Augen, den weißblonden Pferdeschwänzen und den spitzen, kleinen Elfenohren war viel zu klein als dass Sie die Keksdose der Großmutter in der großen Küche auf dem oberen Regal erreichen könnte. Selbst als sie sich auf einen eigens dafür herangezogenen Stuhl stellte, und die Anrichte als Trittbrett nutzte, war der zu gewinnende Preis viel zu weit entfernt. Minuial fand, das solche Bretter, in dieser Höhe eigentlich gar nicht erlaubt sein sollten. Tatsächlich war sie der Überzeugung, besonders dieses eine Brett in dieser Höhe sollte nicht erlaubt sein. Wütend stampfte sie mit dem Fuß auf die Anrichte und spürte wie ein Schwall Energie durch ihren Körperfloss. Sie streckte abermals die Arme in Richtung Keksdose und ließ die Energie frei.
    Das Regalbrett zerplatzte unter einem ohrenbetäubenden Knall und schleuderte das Kind quer durch die Küche. Sie krachte mit dem Kopf gegen die Türen der gegenüberliegenden Küchenzeile, und bekam gerade noch so mit, dass die Keksdose, ballistisch beschleunigt von der Explosion des Regals, direkt auf sie zuflog. Minuial fing das Objekt der Begierde und klettere durch das Fenster, keine Sekunde zu spät, denn die Mutter und die Großmutter des kleinen Wildfangs stürmten schon durch die Tür. Während Minuials elfische Großmutter den Schaden inspizierte, setzteihr ihre flinke, etwas aufbrausende, halb menschliche Mutter nach.


    Minuial, Tochter aus dem Hause Telemnar, wuchs in einer friedlichen kleinen Stadt, fernab der Streitigkeiten der Menschenwelt, auf. Sie wurde als Zwillingsschwester in eine Familie geboren, die wohl das elfische Äquivalent zu menschlichem Adel darstellte.
    Tatsächlich war ihre Großmutter neben dem Familienoberhaupt ebenso der Rektor der in der kleinen Stadt ansässigen Magieakademie. Leider war der Zögling nie das geworden, was sich ihre Familie erhoffte. Eben eine Lady aus gutem Hause.
    In den Jahren ihrer Ausbildung an der Magieakademie fiel Minuial immer mehr durch teilweise absurdeste Lösungen für anstehende Probleme auf. Niemand konnte ihr Intelligenz absprechen, jedoch musste jeder, der sie kannte, einräumen, dass sie nur all zu wenig davon Gebrauch zu machen schien. Sie zeigte sehr großes Interesse an Geographie sowie an den Kulturen der Menschen.
    Die Spannungen zwischen ihr und dem Hause Telemnar spitzen sich mit der Zeit mehr und mehr zu. Zum Einen da sich Minuial nicht wie eine Dame aus hohem Hause zu benehmen wusste, zum Anderen wurde sie dafür kritisiert, sich zu sehr auf den magischen Aspekt ihres Elfendaseins zu stützen.
    Als die Halbelfe eines Tages von einem ihrer ausgedehnten, natürlich unerlaubten, Ausflüge zurückkam wurde ihr unterbreitet, dass sie sich auf ein Treffen mit einem möglichen zukünftigen Ehemann vorbereiten sollte.
    Man sollte sie am besten selbst danach Fragen was genau passiert ist, aber der Kandidat sowie dessen Eltern verließen brüskiert das Anwesen und hätten alle Verbindungen zum Haus Telemnar abgebrochen, wäre da nicht die Akademie gewesen.
    In den Augen ihrer Verwandten wurde sie mit jedem Tag zunehmend zum Problem für das Haus.

    Teenager
    Minuial…“ hörte sie, in ihrer Hängematte, inmitten eines heillosen Chaos aus Schulbüchern, Kleidungsstücken und allerlei Krimskrams bis hin zu Bonbonpapier, dösend, ein Buch auf dem Gesicht und beim Klang der Stimme knapp aufmurrend. Der blonde Teenager mit dem langen, blonden Pferdeschwanz hasste es, ihre eigene Stimme in einer anderen Intonation zu hören, auch wenn sie ihre Zwillingsschwester liebte. Es gab lediglich kleinere Probleme damit Aduial das auch zu zeigen. „…ich suche ‚Elions Wort und dessen Bedeutung für die Menschenwelt‘“. Sagte Aduial, während Sie schon mit den Augen das Chaos durchforstete. Minuial hob das Buch auf ihrem Gesicht leicht an und murrte verschlafen, „Dann geht’s dir wie der Elionkirche.“ Aduial hielt etwas verwirrt inne und blickte zu ihrer Schwester. „Es sind genau diese Äußerungen, die Großmutter dazu zwangen dich aus dem Haus zu werfen und in der Schule einzuquartieren. Verscherz‘ dir nicht noch das Privileg eines Einzelzimmers. Hast du dich um das Problem des Herrn Hochwald gekümmert? Du weißt doch, deine Hausaufgabe in ‚Magie im sozialen Leben‘. …“ Minuial gab einen gequälten Laut von sich bevor sie etwas bissig zischte „Ja, hab ich! Es wird kein Blitz mehr in die bescheuerte Scheune des dummen Bauern einschlagen. Und einen Bericht hab ich auch geschrieben“ Aduial nickte leicht und suchte lächelnd weiter ihr Buch, während sie wie gewohnt begann das Zimmer etwas aufzuräumen., als ihr ein Pergament in die Hände fiel, das, zwar mit sauberster Handschrift, aber nur mit einigen Worten beschrieben war. „Hausaufgabe ‚Magie im sozialen Leben‘ Name: Minuial Tochter des Hauses Telemnar. Bericht: Scheune gesprengt, Problem beseitigt.


    Das änderte sich auch nicht, als Minuial ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte. Sie wurde in ihrem Haus sowie der Akademie, in der sie forschte und studierte, immer mehr als eine Last angesehen, die es abzuwerfen galt. Rein Familiär wäre das sehr schnell zu bewerkstelligen gewesen viele der verbündeten oder befreundeten Häuser hätten diese Entscheidung sogar unterstützt. In Minuials Fall waren sogar Elfen und Menschen der gleichen Meinung.
    Akademisch war es etwas schwieriger. Minuials Fähigkeiten und Intelligenz konnte man nicht abstreiten, ebenso wenig ihre Beiträge zu wichtigen Veröffentlichungen und Projekten der Akademie waren ein guter Grund sie trotz aller Verfehlungen nicht der Einrichtung zu verweisen.

    Überwurf
    „…und du hast dich nicht nur geweigert meinen Anweisungen nachzukommen, du hast mir sogar offen widersprochen. Und das nicht nur vor einem akademischen Rivalen, sondern ebenfalls vor dem Ältesten eines rivalisierenden Hauses. Was hast du dazu zu deiner Verteidigung zu sagen!“ Donnerte die Rektorin auf die vor ihr kniende jung wirkende Frau ein, die den Kopf hob und ihre smaragdgrünen, schelmischen Augen in direkt in den Sturm richete. „Ja Großmutter…“ entgegnete Minuial mit fester Stimme, bevor sie rüde unterbrochen wurde „Euer Magnifizenz Telemnar heißt es auch für dich!“„…wenn du Mist erzählst, werde ich dir immer widersprechen, ob dir das nun passt oder nicht. Du wusstest ganz genau, das die Hellbracks nichts gutes im Schilde führen, aber hast dich vor ihnen…“ plapperte Minuial beharrlich weiter. „Ruhe jetzt! Ich dulde keine weiteren Widerworte mehr von dir! Das war dein letzter Fehler. Hier an dieser Einrichtung, sowie im Haus Telemnar.“
    Minuial sah zu ihrer Großmutter auf, zog die Augenbrauen verärgert zusammen und erwiderte bissig. „Also hat deine Falle funktioniert? Ich bin etwas beeindruckt wie weit du dafür gehst…“ sie wechselte in ihrer Tonlage von verärgert bissig zu sarkastisch demütig. „Ich meine natürlich Euer Magnifizenz!“ woraufhin sie sich umdrehte und ihre Großmutter im Raum zurückließ.
    Imeriawyn aus dem Hause Telemnar sank auf den Stuhl als die Tür, nicht ohne lauten Krach, ins Schloss fiel und seufzte. ‚Eine Falle? Dachte sie wirklich ich hätte sie zu solchen Verhandlungen mitgenommen um ihre eine Falle zu stellen? Womöglich glaubt sie wirklich ich würde gegen sie arbeiten. Ich werde etwas nachlässig, auf meine alten Tage.‘ dachte Imeriawyn, als sie aufstand und zum Fenster ging. Sie schmunzelte leicht verträumt und erinnerte sich an den kleinen blonden Wildfang, der mit hakenschlagenden Bewegungen vor der Frau ihres Sohnes davonrauschte, und sich dabei die Plätzchen aus der eben illegal von ihrem Küchenregal entwendeten Keksdose in den Mund stopfte. „Warum waren in der Keksdose wohl immer deine Lieblingsplätzchen, hm? Minuial.“ Murmelte sie etwas traurig. Sie ließ den Blick sinken und sah, wie aus dem offenen Fenster im unteren Stockwerk zahlreiche kleine Kisten direkt auf den Vorhof des imposanten Gebäudes flogen. Imeriawyn riss die Augen auf und rannte so schnell wie möglich zur Treppe. Sie musste Minuial aufhalten…sie wusste, achwas, jeder wusste, wie Minuial innere Spannungen abbaute…zu spät….
    Der gleißende, vom Himmel zuckende Blitz erleuchtete die im Abendrot liegende Akademie taghell. Noch etwas geschockt von der Kraft des Phänomens, das direkt in den Kistenhaufen einschlug, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis der Donnerschlag zu hören war.
    Die kleinen Holzbehälter mit den Schriftstücken und Kartenwerken die Minuial über die Jahre angesammelt wurden einfach zerrissen. Sämtliche Fensterscheiben in der Nähe zerbrachen unter der Wucht der Explosion, die dafür sorgte, dass die Papierfetzen nicht nur über das Areal, sondern auch in mindestens zwei Stockwerken des Westflügels verstreut wurden.


    Schwelende Glut wird immer zu Feuer. Getreu dem Spruch kam es letztendlich zum Bruch zwischen Minuial und ihrer Familie. Sie verließ die Silberauen in dem Glauben sie wurde „gebeten zu gehen“, was ein sehr sanfter Ausdruck für diese sehr einschneidende Maßnahme ist, die einer Verbannung sehr nahe kommt.

    Jüngere Ereignisse


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    In Velia lernt sie neben Thyrianna ebenfalls Penelope Fuchsfels, die ihr ihr Sommerhaus zur Verfügung stellte, Cedric Braccar sowie seine Novizin Kehara, die Ermittlerin Vedina, die Walküre Talasha Odorikage, die (nach Süßigkeiten) verrückte Hexe Shoulana, sowie Sheluna kennen. Zu den weiter geschlossenen Freundschaften in Velia zählen Earidh, die Wirtin der Osteria pesce della Velia sowie deren Ehemann Peadair, die ihr auch ein Zimmer zur Dauermiete zur Verfügung gestellt haben, außerdem die Kriegerin Kaori Hinagiku, sowie deren Dienerin Hibiki Hōjō, die Fischerin Lizza Kiesel und Ayleen. Hinzu kommen kurz darauf die beiden Walküren Teleniel Nesrin Ceos, Serania Kendall, Tilly Umha, die Zwergenschmiedin, Nihep der Valencianer, ihre entfernte Verwandte Daensyr Telemnar, die am Hafen abgesetzte Yuria Nara und die wieder aufgetauchte, elfische Archäologin Thelesa.Auch die Neko Kria, der in die Jahre gekommene Onizuca, die Händlerin Tjaenare sowie die Elfe Athennliel gehören in ihren näheren Bekanntschaftskreis.
    Minuial hat außerdem Siriaka Jayeon adoptiert. Ein damals 13jähriges Mädchen, um das sie sich seitdem sehr intensiv kümmert. Aufgrund dieser Adoption stellt sie sich meistens als Susi Sommerwind vor.

    Die Halbelfe war an der Aufdeckung der Vorgänge auf dem Bartalihof, der Bekämpfung der Banditen vor Velia, und der Rückverwandlung des Riesen Haban beteiligt auf Grund dessen sie in den Besitz des legendären Sternensaphirs kam. Außerdem half sie bei der Vertreibung der Piraten, die auf der Jagd nach Yuria Nara und deren Tante die Gewässer um Velia bedrohten. Sie spielte eine Rolle in den Enthüllungen um Lele Solanum sowie bei der Bannnung eines uralten Geistes, der Lizza Kiesel kontrollierte, durch Athennelil Mayar.

    Im Zuge der offiziellen Aufnahme Siriakas in das Haus Telemnar, kommt es nach sehr langer Zeit zu ersten Kontakten zwischen Minuial und, in Form ihrer Cousine 2. Grades Ithildiell Telemnar, ihrer Familie.

    Minuial verliebt sich in die Walküre Serania Kendall. Die Reaktion Teleniels auf diese Entwicklung versetzt Minuial einen tiefen Schock.

    Gefährten

    Auch wenn man sich sicher ist, dass sie nicht ganz allein sein kann, sind derzeit keine bekannt, jedoch besitzt sie einige Pferde.
    Es gibt ebenfalls Gerüchte, dass Minuial hin und wieder mit einem echsengroßen, schwarzen Drachen gesehen wurde, was natürlich als vollkommener Unfug abgetan wird.

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